Bildungskredit als Instrument zur Studienfinanzierung

Der Bildungskredit ist eine Möglichkeit für alle Studenten, sich ihr Studium zu finanzieren. Immerhin haben die meisten Studenten während des Studiums mit Geldsorgen zu kämpfen und ein oder gar mehrere Nebenjobs sind durchaus keine Seltenheit. Somit ist natürlich auch weniger Zeit für das Studium vorhanden - ein wahrer Teufelskreis, aus dem ein Entrinnen fast unmöglich scheint. Der Bildungskredit scheint hier eine gute Alternative zu sein. Bei diesem handelt es sich um ein zinsgünstiges Angebot, welches Studenten gemeinsam von der Bundesregierung und der KfW sowie dem Bundesverwaltungsamt geboten wird.

Wann sollten Sie sich für einen Bildungskredit entscheiden?

Wie der Name jedoch bereits verrät, ist auch der Bildungskredit natürlich ein Antrag, mit welchem man sich vom Kreditgeber abhängig macht. Die Kreditaufnahme sollte daher immer eine der letzten Möglichkeiten sein, die Sie in Betracht ziehen. Wenn jedoch die monatlichen Kosten durch die Einnahmen bei Weitem nicht gedeckt werden, kann die Aufnahme eines Bildungskredites die für Sie richtige Möglichkeit sein. Haben Sie sich schließlich dazu entschlossen, einen Bildungskredit aufzunehmen, sollten Sie die Höhe so wählen, wie Sie tatsächlich erforderlich ist. Viele Studierende entscheiden sich dazu, mit Hilfe des Kredites etwa ein studienbezogenes Praktika oder auch einen Auslandsaufenthalt zu finanzieren. Im Vorfeld gilt es hier also genau abzuwägen welche Finanzierungsform Ihre aktuelle Finanzlage verbessert und für Sie persönlich die richtige Wahl ist. Nutzen Sie dazu auch Beratungsangebote der Bundesagentur für Arbeit oder z.B. an den jeweiligen Studenten- und Förderwerken der Universitäten.

Zu diesem Zweck sollten Sie alle Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen - nur wenn die Ausgaben die Einnahmen (etwa durch Nebenjobs oder Unterstützung der Eltern) übersteigen, sollten Sie über Inanspruchnahme eines Bildungskredites nachdenken.

Was und in welcher Höhe wird beim Bildungskredit gefördert?

Die maximale Fördergrenze beträgt beim Bildungskredit 24 Monate, wenn man von einem monatlichen Betrag von 300 Euro ausgeht - insgesamt würde dies also 7.200 Euro innerhalb eines Ausbildungsabschnittes ergeben. Der Kredit kann aber auch monatlich mit 100 oder 200 Euro ausgezahlt werden - natürlich darf auch dann die Höchstgrenze von 7.200 Euro nicht überschritten werden. Weiterhin kann sich der Kreditnehmer zu einer Einmalzahlung von maximal sechs Monaten entscheiden - dies wären dann 3.600 Euro. Natürlich müssen Sie zu diesem Zweck genau angeben, wofür der Bedarf besteht. Dieses Geld könnte beispielsweise für kostenintensive Arbeitsmittel genutzt werden.

Antragstellung

Der Bildungskredit wird beim Bundesverwaltungsamt beantragt und entweder bewilligt oder abgelehnt. Einen Rechtsanspruch wie beim BAföG gibt es beim Bildungskredit jedoch nicht. Wurde dem Antrag stattgegeben, erhält man vom Bundesverwaltungsamt ein Vertragsangebot der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Bankengruppe. Diese ist gleichzeitig für die Rückforderung des Bildungskredites verantwortlich.
Die Bewilligung des Kredites ist im Gegensatz zum BAföG nicht vom eigenen Einkommen und auch nicht vom Einkommen der Eltern beziehungsweise des Ehegatten abhängig. Grundsätzlich wird dieser Kredit nur an deutsche Staatsbürger gewährt, doch auch ausländische Mitbürger haben ein Anrecht auf diese Art der Förderung, wenn sie ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland haben und mindestens ein Elternteil oder auch der Ehegatte Deutscher ist.
Die Antragstellung selbst ist kinderleicht und kann problemlos online erledigt werden.

Voraussetzungen

Voraussetzung für die Gewährung eines Bildungskredites ist, dass Sie einen Vollzeitstudiengang an einer Hochschule belegen. Weiterhin dürfen Sie das 36. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Weiterhin sollten Sie beachten, dass der Bildungskredit nur bis zum Ende des zwölften Hochschulsemesters gewährt wird. Die Ausbildung wiederum sollte an einer Ausbildungsstätte erfolgen, die nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz anerkannt ist. Meist wird der Kredit nach erfolgreich abgelegter Zwischenprüfung beantragt, denn gerade für die letzten Semester eines Studiums sollte man den Kopf frei haben und sich voll und ganz auf das Studium konzentrieren können. Der Nachweis über eine bestandene Zwischenprüfung übrigens ist meist Grundvoraussetzung für den Erhalt des Kredites.
Diese Art der Förderung kann übrigens auch dann beantragt werden, wenn man bereits BAföG erhält.

Rückzahlung des Bildungskredites

Die Rückzahlung der gewährten Raten beginnt in der Regel vier Jahre nach Erhalt der ersten Rate. Die monatlich zu bezahlende Rate beträgt dann im Regelfall 120 Euro. Natürlich fallen auf den Kredit Zinsen an; der Zinssatz liegt bei etwa 2,5 Prozent. Jeweils zum 01. April und zum 01. Oktober werden die Zinsen den aktuellen Konditionen am Markt angepasst. Versteckte Kosten sind bei Beantragung eines Bildungskredites selbstverständlich nicht zu befürchten. Natürlich kann man die Raten oder aber auch die gesamte Summe auch zu einem beliebigen anderen Zeitpunkt bereits vorher zurückzahlen - in diesem Fall haben Sie natürlich mit keinen weiteren Kosten zu rechnen.
Studenten, welche den Kredit nach vier Jahren nicht zurückzahlen können, haben die Möglichkeit, eine Stundung zu beantragen.

Weblinks:

- BVA Internet
- Bafoeg.bmbf
- Sparkasse.de
- KFW Bankengruppe

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