Abendstudium in Deutschland

Übersicht rund um Abendstudiengänge

Beim Abendstudium handelt es sich um eine spezielle Form der Weiterbildung / des Studiums. Es ist auch unter der Bezeichnung zweiter Bildungsweg bekannt. Diese Form der Weiterbildung richtet sich an die Menschen, die in einem Beruf stehen und es daher an Bildungsmaßnahmen, die zu den gängigen Unterrichtszeiten stattfinden, nicht teilnehmen können. Es ist darauf angelegt die berufliche Qualifikation der Teilnehmer zu verbessern, in aller Regel mit einem offiziell anerkannten Abschluss. Die Zielgruppe für diese Maßnahme wird häufig aus solchen Personen gebildet, die beruflich aufsteigen möchten, aber denen hierzu notwendige Qualifikationsnachweise fehlen.

Aus dieser originären Zielgruppe leitet sich auch die Bezeichnung der Weiterbildungsmaßnahme ab, denn die Kurse/Studiengänge laufen abends oder auch an Samstagen, also in der Regel arbeitsfreien Zeiten ab. Dieser Sachverhalt macht das Abendstudium aber nicht nur für Berufstätige attraktiv. Auch für andere Personengruppen, die wegen ihrer persönlichen Situation tagsüber beschäftigt sind, etwa in der Hausarbeit oder der Arbeit in der Familie, bietet sich ein Abendstudium an. Der große Vorteil hierbei ist, dass die Weiterbildung parallel zum bisherigen Lebens- und Arbeitsrhythmus erfolgen kann und am Ende zu einer Qualifikation führt, die die Verdienstchancen verbessert und das Spektrum der beruflichen Tätigkeitsbereiche erweitert.

Die Anzahl der möglichen Abendstudiengänge ist sehr vielfältig. Die Angebote umfassen Kurse, die spezielle Qualifikationen für bestimmte Berufsgruppen vermitteln, also nur für einen beschränkten Teilnehmerkreis geeignet sind. Genauso werden aber auch Kurse angeboten, die den Teilnehmern die Möglichkeit geben, einen allgemeinen Bildungsabschluss nachzuholen. So lässt sich auf der Abendschule etwa die Mittlere Reife oder auch die allgemeine Hochschulreife erwerben. Unabhängig von beruflichen oder schulischen Weiterbildungen werden aber auch Kurse angeboten, die das Wissen und die Fähigkeiten im außerberuflichen Bereich, etwa zur Ausübung eines Hobbys, erweitern.

Der Teilnehmer einer solchen Maßnahme erhält in der Regel nach seiner Anmeldung Übungsmaterialien von der Weiterbildungseinrichtung. Die Übungsmaterialien erhalten neben fachlich ausgerichteten Schriften und Lernmaterialien auch Arbeitsbögen, die zur Durchführung bestimmter Test zur Überprüfung des Lernerfolges vorgesehen sind. In freier Zeiteinteilung werden die Übungen von dem Kursteilnehmer bearbeitet und die Arbeitsbögen zurückgeschickt. Die Abendschule nimmt dann eine Benotung und Kommentierung der Arbeitsergebnisse vor, wodurch sich der aktuelle Lernfortschritt des Schülers kontrollieren und dokumentieren lässt. Meist bleibt es dem Schüler selbst überlassen, in welchem Tempo er die Bearbeitung vornimmt, denn im Hinblick auf die meist bestehende Doppelbelastung der Schüler wird der Flexibilität bei dieser Art der Weiterbildung ein besonders hoher Stellenwert eingeräumt. Am Abschluss steht eine offizielle Prüfung.



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