Bachelor Werkstofftechnik

Bachelor

Ingenieure sind derzeit in der Wirtschaft gefragt wie kaum eine andere Berufsgruppe. Prognosen sagen weiterhin einen hohen Bedarf an Absolventen technischer Studiengänge voraus.

Besonders begehrt sind Absolventen, welche neben ihrer theoretischen Ausbildung Praxiserfahrungen vorweisen können. Beide Aspekte vereint der Studiengang Bachelor Werkstofftechnik an der Fachhochschule Jena (FH): An das Studium mathematisch-naturwissenschaftlicher Grundlagen sowie fachspezifischer Vertiefungen knüpft eine Praxisphase in einem studiennahen Bereich an. Häufig wird auch die Abschlussarbeit in Kooperation mit einem Industrieunternehmen angefertigt.

Auf die Absolventen des Bachelor Werkstofftechnik warten abwechslungsreiche und interessante Tätigkeiten in Industrie und Wirtschaft. Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich etwa in der werkstofferzeugenden und -verarbeitenden Industrie oder in der Automobil-, Luftfahrt- oder Elektronikbranche.

Voraussetzungen Eine Zulassung zum Studium Bachelor Werkstofftechnik an der FH Jena erhält, wer den Nachweis über den Besitz der Allgemeinen Hochschulreife, der fachgebundenen Hochschulreife oder der Fachhochschulreife sowie über ein mindestens zwölfwöchiges Vorpraktikum erbringt. Eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem studienrelevanten Bereich wird ebenfalls als Vorpraktikum anerkannt. Das Vorpraktikum ist bis zum Beginn des dritten Studiensemesters abzuleisten.
Studienbeginn Studienbeginn des Bachelor Werkstofftechnik an der FH Jena ist jeweils das Wintersemester. Bewerbungsschluss ist dabei der 15. Juli des selben Jahres.
Studiendauer Das Studium Bachelor Werkstofftechnik an der FH Jena ist auf sechs Semester Regelstudienzeit ausgelegt.
Studieninhalte Das modularisierte Studium Bachelor Werkstofftechnik an der FH Jena beginnt im ersten Studiensemester mit den mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern Mathematik, Physik und Anorganische Chemie. Weiterhin werden im ersten Semester die Grundlagen der Werkstofftechnik und -prüfung vermittelt und der erste Teil des zweisemestrigen Moduls „Technisches Englisch“ studiert. Das zweite Semester knüpft an das erlernte Grundlagenwissen in Mathematik, Physik und Anorganischer Chemie an und vertieft die vorhandenen Kenntnisse. Neben dem zweiten Teil des Moduls „Technisches Englisch“ werden Technische Mechanik, Thermodynamik und physikalische Chemie gelehrt. Im dritten Semester stehen neben den Grundlagen der Elektrotechnik sowie der Informatik und der Kunststoffchemie die Messtechnik, die physikalische Werkstoffdiagnostik und das Modul „Metalle“ auf dem Stundenplan. Außerdem eignen sich die Studierenden in dieser Studienphase Kenntnisse im Bereich der Konstruktion und computer-aided design (CAD) an. Für das vierte Studiensemester ist zunächst die Vertiefung der Module „Elektrotechnik“ und „Metalle“ vorgesehen.

Die fachspezifischen Vertiefungsfächer Korrosion/Oberflächentechnik, Kunststoffverarbeitung und Anorganische nichtmetallische Werkstoffe und die Einführung in die Fertigungstechnik ergänzen den Stundenplan des vierten Semesters. Neben den fachspezifischen Modulen „Glas/Keramik“, „Metallurgie“, „Kunststofftechnik“ und „Betriebsfestigkeit“ sind für das fünfte Semester fachübergreifende Lehreinheiten in Betriebswirtschaftslehre und Qualitätsmanagement sowie das Wahlpflichtmodul vorgesehen. Dazu wählen die Studierenden eine der fünf Teildisziplinen Verbundwerkstoffe, Materialwirtschaft, 3D-CAD sowie Regelungs- und Messtechnik. Im sechsten Studiensemester bietet sich schließlich die Gelegenheit, die erlernten theoretischen Studieninhalte in der Praxis unter Beweis zu stellen.

Während der studienintegrierten Praxisphase erarbeiten die Studierenden selbständig ein eigenes Arbeitskonzept in einem Industrieunternehmen, an der FH Jena oder einer anderen Forschungseinrichtung. Anschließend folgt die Anfertigung der Abschlussarbeit, welche vom einem Professor der FH Jena betreut und häufig in Kooperation mit einem Unternehmen erstellt wird. Die optimale Vorbereitung auf die Herausforderungen des sechsten Studiensemesters gewährleistet das parallel zu absolvierende Modul „Soft Skills“ mit der Vermittlung der Fähigkeiten zum wissenschaftlichen Arbeiten und zur Präsentationstechnik. Das Studium Bachelor Werkstofftechnik schließt mit einem Kolloquium ab, wo die im Rahmen der Abschlussarbeit erarbeiteten Inhalte vorgestellt werden.
Abschlusstitel Nach erfolgreichem Studium des Bachelor Werkstofftechnik wird den Studierenden der akademische Grad Bachelor of Engineering (B.Eng.) verliehen. Dieser grundständige Hochschulabschluss ist berufsqualifizierend und darüber hinaus Voraussetzung zur Aufnahme eines Vertiefungsstudiums mit dem Abschlussziel Master in Werkstofftechnik oder einer verwandten akademischen Disziplin.
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