Empirisch forschen für die Abschlussarbeit: Was bedeutet das eigentlich und wie läuft das Ganze ab?

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Die meisten Studenten kommen in der Regel bekanntlich erst im Laufe des Studiums – und spätestens im Rahmen der Abschlussarbeit – mit der sogenannten empirischen Forschung in Berührung.

Der Begriff ist zwar vielen Studenten grundsätzlich bekannt, doch wissen nur die wenigsten, was er tatsächlich bedeutet und wie eine empirische Forschung genau abläuft.

Was bedeutet Empirie denn eigentlich konkret?

Wie funktioniert das Ganze in Bezug auf das Studium und die Abschlussarbeit? Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, um empirisch zu forschen? Und in welchen Bereichen beziehungsweise Studiengängen spielt die empirische Forschung eine besonders wichtige Rolle?

Ob Natur-, Geistes- oder Sozialwissenschaften, Germanistik, Sport oder Marketing – spätestens wenn es an die Bachelor- respektive Masterarbeit geht, werden sich die meisten Studenten unabhängig von ihrem Studiengang zwangsläufig mit der sogenannten empirischen Forschung auseinandersetzen müssen.

Aber was ist das denn eigentlich genau? Bei der empirischen Forschung geht es in der Hauptsache darum, anhand eigener Forschungen neue Erkenntnisse in einem bestimmten (Teil-)Bereich zu gewinnen. Die empirische Forschung kann also als eine Art praxisorientierter Gegenpart zu der methodischen Literaturarbeit (auch Sekundärforschung genannt) angesehen werden. Gut zu wissen: Zu den gängigsten Methoden der empirischen Forschung gehören unter anderem (Online-)Umfragen, Experimente, aktive Beobachtungen und (Experten-)Interviews.

Empirisch forschen, aber wie?

Wer empirisch forschen und anhand dieser Forschungsmethodik neue Erkenntnisse gewinnen möchte, muss sich bereits schon relativ früh für eine Herangehensweise entscheiden. In der Regel stehen dem Studierenden hier zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Die qualitative und die quantitative Forschung. Während es bei der qualitativen Forschung in der Hauptsache darum geht, detaillierte Informationen zu einem bestimmten Thema zu sammeln (beispielsweise durch Interviews oder Gruppendiskussionen) und diese dann interpretativ auszuwerten, verfolgt die quantitative Forschung einen eher deduktiven Ansatz und beschäftigt sich daher mehr mit der rein statistischen Auswertung von Zahlen, Daten und Fakten. Die quantitative Forschung eignet sich dementsprechend vor allem dazu, um bereits bestehende Theorien anhand der eigenen Studien zu testen.

Sobald man die Forschungsfrage definiert und sich für eine der beiden genannten Herangehensweisen entschieden hat, geht es im nächsten Schritt darum, die theoretischen Rahmenbedingungen festzulegen – zum Beispiel anhand einer ausführlichen Literaturrecherche. Danach folgt die eigentliche empirische Arbeit: Die Datenerhebung.

Hierbei geht es in der Hauptsache um das Sammeln sämtlicher relevanter empirischer Daten, um auf diesem Wege die zuvor festgelegte Forschungsfrage beantworten zu können. Im letzten Schritt, der sogenannten Datenanalyse, werden dann alle gesammelten Daten analysiert und ausgewertet. Der daraus resultierende Erkenntnisgewinn sollte dann ausreichen, um die Forschungsfrage beantworten und anderen Forschern als Ausgangspunkt für spätere beziehungsweise weitergehende Forschungen dienen zu können.

Vor- und Nachteile der empirischen Forschung

Bevor man sich für die Durchführung einer empirischen Forschung entscheidet, sollte man sämtliche Vor- und Nachteile in Ruhe miteinander vergleichen. So lässt sich vermeiden, dass man erst mitten in der Bachelor- oder Masterabschlussarbeit merkt, dass die ursprünglich gewählte Forschungsmethode nicht wirklich zu dem eigenen Forschungsgebiet passt. Aber was sind denn eigentlich die grundsätzlichen Vor- respektive Nachteile einer empirischen Untersuchung?

Zu den Vorteilen gehört ganz klar, dass sich anhand empirischer Forschungen neue und zum Teil bahnbrechende Erkenntnisse gewinnen lassen, die ohne diesen konkreten Praxisbezug verborgen geblieben wären. Darüber hinaus ist man nicht zwangsläufig auf bereits bestehende Literatur(quellen) angewiesen, da man stattdessen mit eigenen Ergebnissen arbeiten kann.

Allerdings kann sich die empirische Forschung auch nachteilig auf die eigene Arbeitsweise auswirken. So ist der Forschende beispielsweise sehr stark von der Kooperation der Teilnehmer abhängig, unter anderem bei (Online-)Umfragen und Interviews. Hier kann es schnell zu Verzögerungen und Ausfällen kommen, was die Forschungsergebnisse dementsprechend negativ beeinflussen kann.

Zudem erfordert die empirische Forschung in der Regel einen sehr hohen Planung-, Zeit- und Arbeitsaufwand, wodurch schnell ein stressiges Arbeitsklima entsteht.

Abschließend sei noch erwähnt, dass sich einige Ergebnisse der empirischen Forschung nur eingeschränkt in der Realität anwenden lassen, da die empirischen Untersuchungen und Recherchen häufig innerhalb eines künstlich erstellten Umfeldes durchgeführt werden. Daher kann es keinesfalls schaden, sich möglichst frühzeitig über die verschiedenen Herangehensweisen zu informieren.

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