Friedrich Schiller Universität

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Eine erste Erwähnung fand die Universität 1548 als Collegium Jenense, ein ehemaliges Dominikanerkloster, in das die Professoren Strigel und Stigel mit 171 Studierenden einzogen. Das kaiserliche Universitätsprivileg erhielt die Jenaer "Hohe Schule" 1558 zuerkannt. Die ersten vier Fakultäten waren Philosophie, Theologie, Recht und Medizin. Im 18. Jahrhundert trug Goethe wesentlich zum Aufbau der Universität bei, indem er den Botanischen Garten, Bibliotheken und naturkundliche Archive überwachte und den Bau der Sternwarte und die Mineralogische Sammlung initiierte. In den folgenden Jahrzehnten förderten Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott die Wirtschaft Jenas und zugleich die Erweiterung der Universitätsinstitute. 1934 erhielt das Wissens- und Wissenschaftszentrum Jenas die Bezeichnung Friedrich-Schiller-Universität. Nach umfangreichen inhaltlichen Änderungen durch politischen Einfluss, fand die Universität nach dem Nationalsozialismus und dem Sozialismus ihren Weg. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands warf Jena seine Fesseln ab und wurde zu einer klar strukturierten klassischen Volluniversität mit zehn Fakultäten, die jedoch den Einfluss und Charme von Größen wie Hegel, Schiller, Goethe, Hölderlin oder Fröbel beibehielt.

Neben den ursprünglichen vier Fakultäten finden sich nun zusätzlich die Wirtschaftswissenschaftliche, Physikalisch-Astronomische, Chemisch-Geowissenschaftliche und Biologisch-Pharmazeutische Fakultät sowie die Fakultäten für Sozial- und Verhaltenswissenschaften und für Mathematik und Informatik. Weiterhin finden sich diverse wissenschaftliche Einrichtungen wie Sonderforschungsbereiche, Graduiertenschulen, ein Forschungs- und Sprachenzentrum und weitere umfangreiche Projekte. Nicht zu vergessen das "Klinikum 2000", mit dem alle medizinischen Institute und Kliniken an einem Standort zentralisiert sind. Insgesamt liegen die einzelnen Einrichtungen der Universität nah beieinander und befinden sich in der Nähe der Innenstadt, umgeben von einem umfangreichen Angebot an Studentenwohnheimen.

Die jährlich über 21.000 Studierenden finden auf mehr als 260.000 m2; Platz und Raum zum Lernen und Forschen. Dazu gehört auch die ThULB, die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, die mit vier großen Teilbibliotheken und 17 kleineren Standorten fast 4 Millionen Bestandseinheiten führt. Die Bibliothek bietet die Möglichkeit an einem der 1.756 Benutzerarbeitsplätze zu arbeiten, Lesesäle zu besuchen oder sich per Fernleihe sowie CD-ROM-Datenbanken das Material anzueignen. Außerdem ist die Friedrich-Schiller-Universität mit Partnern wie ERASMUS, Coimbra Group oder TASSEP auch international tätig und fördert Austauschprogramme mit Ländern wie zum Beispiel Polen, Ungarn, USA, Brasilien, Chile oder Japan.

Die Friedrich-Schiller-Universität bietet ein umfangreiches Spektrum an Abschlussmöglichkeiten, wie etwa Bachelor of Arts/Science, Master of Arts/Science, Staatsexamen und die Erste Staatsprüfung für das Lehramt sowie weiterbildende oder postgraduale Studienmöglichkeiten. Mit über 130 Studiengängen und über 300 Professoren setzt sich die Universität mittels lebenslangen Lernens das Ziel, die Wissenschaftler und Führungskräfte von morgen auszubilden. Ebenso steht mit den Schwerpunktbereichen Optik und Phonotik, Innovative Materialien und Technologien, Dynamik biologischer Systeme, Laboratorium Aufklärung und Menschen im sozialen Wandel die Forschung im Fokus der Universität.

Natürlich befindet sich in der Umgebung auch eine breite Auswahl an Freizeitaktivitäten. In Studentenwerken und -clubs, Hochschulinitiativen und Verbindungen kann man sich mit Gleichgesinnten treffen oder Konzerte im Kulturbahnhof, Kassablanca oder F-Haus besuchen. Wer sich für Museen und Sammlungen interessiert kann zum Beispiel den Botanischen Garten, Schillers Gartenhaus, die Medizinhistorische, Mineralogische oder die Ur- und Frühgeschichtliche Sammlung besuchen. Diverse Kinos und Theater bieten neben Kunstschulen, Chören und Kleinkunstbühnen ebenfalls kulturelle Unterhaltung. Mit etwa 70 Sportarten bietet die Friedrich-Schiller-Universität eine große Auswahl an Hochschulsportmöglichkeiten. Über 120 Kursleiter leiten Sportkurse wie Aerobic, Capoeira, Indoor Cycling, Kickboxen, Tanzen oder Segeln und nehmen mit ihren Mitgliedern an Wettkämpfen und Turnieren teil.

Weblink: www.uni-jena.de


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