Freie Universität Berlin

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Die Freie Universität Berlin (FU Berlin) ist eine der größten und bekanntesten Universitäten Deutschlands, die auch weltweit einen guten Ruf genießt.

Die in Berlin-Dahlem ansässige Hochschule wurde im Jahr 1948 gegründet. Ihre Gründung geht auf den Ost-West-Konflikt zurück, der in dieser Zeit - kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs - seinen Ursprung hatte. Die traditionelle Berliner Humboldt-Universität war im sowjetisch besetzten Ostteil der Stadt angesiedelt - und mit der Errichtung der Freien Universität im Westsektor der Stadt sollte eine Hochschule ermöglicht werden, die ihren Lehr- und Forschungsbetrieb nach westlich-demokratischen Grundsätzen ausrichten konnte. Die FU Berlin spielte auch in der deutschen Nachkriegsgeschichte eine wichtige Rolle während der Studentenunruhen der späten 1960er Jahre.

Die FU Berlin ist eine der neun deutschen Universitäten, die in allen drei Förderlinien der Exzellenzinitiative (initiiert vom Bund und den Ländern) erfolgreich waren. Sie darf sich daher seit 2007 "Exzellenzuniversität" nennen. Die Modernität der Hochschule zeigt sich auch in der Orientierung an Zukunftskonzepten, für die Koordinations- und Service-Institutionen eingerichtet wurden. Sie sollen dazu beitragen, Forschungsverbünde herzustellen, die durch internationale Vernetzung einen Beitrag zur Leistungsstärke der Universität leisten. Ein besonderer Aspekt ist hier die Förderung des Nachwuchses durch neuartige und innovative Graduiertenprogramme.

Bei vielen internationalen und nationalen Rankings erzielt die Freie Universität Berlin immer wieder Spitzenpositionen. So rangierte sie in einer Hitliste der Londoner Zeitung "The Times" von 2009, die die 200 weltbesten Universitäten aufzeigte, auf Platz 94. Für Deutschland bedeutete dies den dritten Platz. Im selben Ranking ein Jahr vorher stand die FU als beste deutsche Universität für Geisteswissenschaften da. Auf Europa bezogen schnitten in diesem Bereich nur Oxford und Cambridge besser ab.

Es gibt an der FU Berlin 15 Fachbereiche mit einem Angebot von über 150 verschiedenen Studiengängen. Neben den Fachbereichen weist die Universität drei Zentralinstitute auf, so zum Beispiel das John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien.

An der FU sind die alle gängigen Studienabschlüsse möglich. Bewerbungen für die auslaufenden Magisterstudiengänge wurden zuletzt 2006 angenommen. Studienbewerbungen können bei der FU direkt, in einigen wenigen Studiengängen über die Stiftung für Hochschulzulassung erfolgen. Ein Numerus Clausus besteht in jedem Studienfach, folglich wird nur eine begrenzte Zahl von Studierenden zugelassen.

Die Universität hat ein kooperativ gestaltetes Bibliothekssystem, in dem die Universitätsbibliothek gemeinsam mit 40 Fachbibliotheken vereint ist. Dieses System hat einen Gesamtbestand von zirka 8 Millionen Büchern und Zeitschriften, über 400.000 elektronischen Büchern und Zeitschriften sowie 1.300 Datenbanken.

Für Studierende, aber auch für Externe bietet die Universität einige Zentraleinrichtungen, so unter anderem für Hochschulsport und für die Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung. Auch die Studien- und psychologische Beratung für Studierende ist in einer Zentraleinrichtung organisiert.

Die Universität liegt - anders als die meisten Hochschulen in Deutschland - nicht im Stadtzentrum, sondern im Stadtteil Dahlem. Gleichwohl findet sich hier ein hochkarätiges geistig-kulturelles Umfeld unter anderem mit mehreren Instituten der Max-Planck-Gesellschaft und der Bundesanstalt für Materialforschung und Materialprüfung. Auch andere Bundesanstalten sowie das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik sind hier zu finden. Auch Museen sind in Berlin-Dahlem ansässig, zum Beispiel das Allierten-Museum und das Brücke-Museum.

Weblink: www.fu-berlin.de


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