Dresden International University

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Die Dresden International University ist eine private Hochschule. Studienort ist Dresden. Die dort erworbenen Studienabschlüsse sind staatlich anerkannt und den von staatlichen Hochschulen vergebenen gleichgestellt. Hauptgründer der Universität ist Professor Kurt Biedenkopf, ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen und heute Ehrenpräsident der Hochschule.

Träger ist die TU Dresden Aktiengesellschaft, die Hochschule ist zwar privat, aber eng mit der TU Dresden verzahnt. Sie versteht sich als Elite-Uni, aufgenommen werden bevorzugt Studierende aus aller Welt mit einem bereits bestehenden Hochschulabschluss oder Quereinsteiger mit besonderen beruflichen Qualifikationen und mehrjähriger Berufserfahrung. Die Auswahl der Studierenden erfolgt nach Prüfung und persönlichem Gespräch allein durch die Dresden International University selber. Fernstudien werden durch die Hochschule direkt nicht angeboten, individuelles E-Learning nimmt aber im Rahmen des Studiums einen hohen Stellenwert ein.

Das Studium erfolgt, abweichend von traditionellen Studiengängen, ausschließlich in Modulen, enthält allerdings klassische Elemente wie Vorlesungen und Seminare. E-Learing über ein speziell für die Hochschule entwickeltes Intra-Net ist fest in den Studienablauf integriert. Geboten werden Bachelor-Programme und Master-Programme im berufsbegleitenden Vollzeitstudium sowie spezielle Zertifikatskurse ohne Hochschulabschluss. Diese richten sich vor allem an Berufstätige mit längerer Berufstätigkeit zwecks Aktualisierung und Optimierung der jeweiligen Fachkenntnisse.

Strukturiert ist die Dresden International University nicht durch klassische Fakultäten, sondern durch sogenannte Kompetenz-Zentren mit jeweiligem wissenschaftlichem Schwerpunkt. Vom Modell her versteht sich die Hochschule als interdisziplinär und stark anwendungsbezogen. Vermittelt werden weniger wissenschaftliche Grundlagen als hochspezialisierte Kompetenzen in den einzelnen Kernbereichen. Dazu gehören Rechtswissenschaften und Kulturwissenschaften, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften, Logistik und Unternehmensführung sowie Medizin und Gesundheit. Innerhalb dieser Kompetenz-Zentren können insgesamt 22 verschiedene Studiengänge absolviert werden. Studiert wird in Modulen in stark interdisziplinärer Ausrichtung. Die meisten der Studierenden stehen bereits längere Zeit im Berufleben und wollen sich durch ein Studium innerhalb ihres wissenschaftlichen Fachgebiets anwendungsbezogen und in Reflexion ihrer Berufswelt weiter qualifizieren. Die Forschung ist daher anders als an traditionellen Universitäten weniger ein Schwerpunkt an der Dresden International University als die Spezialisierung auf neu erworbene Kompetenzen und die wissenschaftliche Aktualisierung bereits bestehender Qualifikationen.

Die Studiengänge an den verschiedenen Kompetenz-Zentren haben Schwerpunkte und Zielrichtungen, die in dieser Form an anderen Universitäten eher selten geboten werden. Dazu gehören zum Beispiel Palliativmedizin und Chiropraktik im Kompetenz-Zentrum für Medizin und Gesundheit, Verkehrsunfallforschung am ingenieurwissenschaftlichen Kompetenz-Zentrum sowie Medizinrecht am juristischen Kompetenz-Zentrum. Fächerübergreifende Module sind dabei für das wissenschaftliche Arbeiten ebenso charakteristisch wie die enge Zusammenarbeit mit sächsischen Unternehmen aus der jeweiligen Branche. Nach dem Selbstverständnis der Universität sollen die Studierenden, die sich in der Regel in der Lebensmitte befinden, auf hohem wissenschaftlichen Niveau fit gemacht werden für neue Herausforderungen im Berufsleben und für Führungsaufgaben sowie Schlüsselkompetenzen.

Der Zugang zu einem Studium an der Dresden International University steht nicht jedem Studienwilligen offen, die Auswahl erfolgt nach einem streng festgelegten Prüfungsverfahren. Nach einer schriftlichen Prüfung, die in Dresden oder an einer Reihe von anderen Orten in Deutschland abgelegt werden kann, werden die handverlesenen Studenten in einem persönlichen Gespräch von der Universitätsleitung ausgesucht. Dabei gibt nach Angaben der Dresden International University nicht nur Fachwissen, sondern auch berufliches Engagement am Arbeitsplatz den Ausschlag für die Aufnahme in den gewünschten Studiengang. Erklärte Absicht der Universität ist es, eine Führungselite mit speziell an der Hochschule vermittelten Schlüsselkompetenzen auszubilden. Die Studiengebühren für die Dresden International University müssen von den Studierenden selber aufgebracht werden, die Hochschule berät allerdings über die Möglichkeiten von Bankdarlehen, Studienkrediten oder Stipendien. Auch eine Weiterbildung über einen Bildungsgutschein der Arbeitsagentur ist bei Eignung prinzipiell möglich.


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