Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern

Anschrift:

Fürstenfeld 5

82256 Fürstenfeldbruck

Details zur Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern:

An der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern studieren die bayerischen Beamten des gehobenen Dienstes im Rahmen ihrer dualen Ausbildung. Zudem können ausgebildete Beamten des gehobenen und höheren Dienstes dort Fortbildungsveranstaltungen belegen. Die Zentralverwaltung der 1974 gegründeten verwaltungsinternen FH des Freistaats Bayern befindet sich in München (am Odeonsplatz), während die sechs Studienfachbereiche im übrigen Bayern verstreut sind.

Die Ausbildung zu der Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen ist als Besonderheit fachbereichsübergreifend organisiert. Sonst sorgen die fachlichen Schwerpunkte für die Zugehörigkeit zu den jeweiligen Fachbereichen.

Am Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung in Hof (an der Saale) kann sowohl die Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen mit dem Schwerpunkt nichttechnischer Verwaltungsdienst als auch die Fachlaufbahn Naturwissenschaft und Technik mit dem Fachschwerpunkt Verwaltungsinformatik eingeschlagen werden.

Studenten des Fachbereichs Finanzwesen in Herrsching am Ammersee und Kaufbeuren schlagen ebenfalls die Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen, aber mit dem Schwerpunkt Steuer und Staatsfinanz, ein.

Der Fachbereich Polizei befindet sich bekanntermaßen in Fürstenfeldbruck. Der Campus ist idyllisch in einer großen Klosteranlage am Rande eines Waldes gelegen. Dort und in Sulzbach-Rosenberg kann der fachliche Schwerpunkt Polizeivollzugsdienst belegt werden.
Auf dem Fachbereich Rechtspflege im gutsituierten Starnberg studieren die kommenden Rechtspfleger und Vollzugsbeamten der bayerischen Justizvollzugsanstalten (Fachlaufbahn Justiz).

Wer in die Sozialverwaltung möchte, ist in Wasserburg am Inn mit seinem modernen Foyer und beeindruckender Treppenanlage richtig (ebenfalls Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen).
Das Archiv- und Bibliothekswesen kann man in der Münchner Königinstraße im Rahmen der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft studieren.

Die sechs Fachbereiche haben stark unterschiedliche Studierendenzahlen, da die Beamten je nach Bedarf ausbildet werden. So existieren bezüglich der Studierendenzahlen drei größere Fachbereiche (in Reihenfolge: Allgemeine Innere Verwaltung, Finanzwesen und Polizei) sowie drei kleinere (Rechtspflege, Sozialverwaltung sowie Archiv- und Bibliothekswesen).

Die Absolventen der FH arbeiten nach dem Studium als Beamte des gehobenen Dienstes (dritte Qualifikationsebene) in der Regel als Führungskräfte der mittleren Ebene oder qualifizierte Sachbearbeiter. Das duale Studium ist für dieses Ziel auf vielseitige, selbständige und flexible Mitarbeiter einer modernen Verwaltung ausgelegt.

Das dreijährige Studium umfasst neben den fachwissenschaftlichen Studienteilen an der FH auch berufspraktische Abschnitte, um die erlernten Grundlagen in der Praxis erproben zu können. Die zeitliche Länge und die Abfolge der einzelnen Studienteile sind je nach den Anforderungen der Fachbereiche unterschiedlich geregelt, auch wenn die fachwissenschaftlichen Teile sich immer mindestens über 18 Monate erstrecken.

Bayern hat - wie die meisten Bundesländer - trotz des europäischen Bologna-Prozesses diese Studiengänge noch nicht auf das Bachelor- und Mastersystem umgestellt. Dies ist rechtmäßig aufgrund der Kulturhoheit der Länder und der Föderalismusreform, in der die beamtenrechtlichen Zuständigkeiten umfassend auf die Bundesländer übertragen wurden. Nur ein Master, im Public Management (M.A.), kann bislang in Kooperation mit der FH Deggendorf erworben werden.

Die Arbeiten der Studierenden behandeln unter anderem solche aktuellen Themen wie, im Verwaltungsbereich, „Shared Space“ (neuartiges Konzept zur gemeinsamen Nutzung der Verkehrsteilnehmer), leistungsorientierte Bezahlung in der Verwaltung oder Arbeitnehmerdatenschutz im privaten Bereich. Weiterhin wurde über Flashmob und Sicherungsverwahrung (Polizei), Verhandlungsführung (Finanzwesen) und Generationenvertrag (Sozialverwaltung) geschrieben.

Da die Studieninteressierten erst Beamte auf Widerruf werden müssen, können sie ihre Bewerbung nicht direkt an die FH richten. Sie müssen sich an ihren späteren bayerischen Dienstherrn wenden, der sie wiederum der FH zuweist. Vorher müssen sie das jährliche landesweite Auswahlverfahren erfolgreich absolviert haben.

Einstellungsberechtigte Dienstherren in Bayern sind:
- Staatsministerien und deren Behörden
- Landkreise, Gemeinden und Bezirke
- Anstalten, Stiftungen und sonstige öffentlich-rechtliche Körperschaften.

Als Beamter auf Widerruf erhält man während des Studiums monatliche Anwärterbezüge. Zudem stehen den meisten Studierenden Wohnungen auf dem Gelände des jeweiligen Fachbereichs zur Verfügung.

Die Fortbildungskurse der FH nehmen mehr als 3.000 bayerische Beamte pro Jahr im Rahmen von Aufstiegsseminaren, der neuen modularen Qualifizierung oder ressortbezogenen Veranstaltungen wahr.

Weblink: www.fhvr.bayern.de


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